Staatsmeisterschaft Sprintdistanz und Austria Cup Finale

Mit großen Erwartungen startete ich in das letzte diesjährige Wettkampfwochenende. Ich führte im Austria Cup und nebenbei war ich in guter Form. Die Wettkampfvorbereitungen für das flache Gelände am TÜPL Großmittel waren sehr gut und meine Beine sehr schnell-zu schnell.

Über die Sprintdistanz startete ich geplant mit etwas angezogener Handbremse in das Rennen. Ich fand einen guten Rhythmus und machte nur ein paar kleine Fehler. Gegen Ende des Rennens verlor ich meine Konzentration und machte einen Schnitzer nach dem anderen. Die erste Chance auf den Sieg im Austria Cup war verspielt. Ein vierter Platz in der Staatsmeisterschaft war für mich nicht zufriedenstellend. Es gewann Tobias Breitschädel vor Martin Moser und Bernhard Schachinger.

Am darauffolgenden Tag ging ich mit freudiger Erwartung zum Start. Ich wusste ich kann es und ich wollte es unbedingt zu Ende bringen. Die Streckendaten kamen mir zu gute und ich wusste auf einer langen Mitteldistanz kann ich Tobias biegen. Diesmal startete ich sehr schnell. Meine Beine trugen mich auf meinem Bike im Eilzugtempo durch den Wald. Ich konnte super die Karte mitlesen und klatschte Bestzeit um Bestzeit auf den Truppenübungsplatz. Nach Posten 7 fuhr ich auf Christof auf, leider verlor ich in diesem Moment die Konzentration und meine Gedanken schweiften weg von der Karte. Die ersten kleinen Fehler passierten. Dann kam ich auf die absurde Idee meinen eingeholten Teamkameraden abzuschütteln und erhöhte ein wenig mein Tempo… Zwei Minuten später Stand ich im Wald und hatte keine Ahnung wo mein nächster Posten ist. Von da an war ich mit meinen Gedanken nicht mehr im Hier und Jetzt sondern beim möglicherweise verlorenen Austria Cup. Ich dachte mir "Kämpfe bis ins Ziel" und rappelte mich nochmals auf. Doch ich machte Fehler um Fehler. Die letzte Schleife fuhr ich dann noch in die falsche Richtung und so kam ich nur an sechster Stelle ins Ziel. Tobias hat sein Schuldiges getan und gewann das letzte Rennen vor Andi Rief und Bernhard Schachinger.

Den Austria Cup gewann Tobias mit 496,73 Punkten hauchdünn vor mir mit 496,07 Punkten und vor Martin mit 491,01 Punkten.
Herzliche Gratulation an Tobias, welcher eine super Saison hatte und mir immer erfolgreich Parole bot und mir die Grenzen aufzeigte. Ich werde weiterhin hart an meinen Erfolgen arbeiten und freue mich schon auf die zukünftigen Wettkämpfe und Momente mit dem gesamten Nationalteam.

Nun stehen zwei Wochen Regeneration am Programm und dann startet das Wintertraining als Vorbereitung für die nächste Saison.